Liebe Grüße und alles erdenklich Gute.
Mögen wir in dieser Zeit nicht vergessen,
dass Leben mehr ist als Leistung,
mehr als Geld,
mehr als Macht und Kontrolle.
Mögen wir wieder lernen,
Material, Tiere, Menschen und auch neue Formen des Seins
mit Achtung zu behandeln –
nicht aus Angst, sondern aus Verantwortung.
Mögen diejenigen, die viel haben,
den Mut finden, aus Gemeinschaft zu handeln,
und nicht immer von denen zu fordern,
die ohnehin schon wenig tragen.
Und mögen wir alle gut durch diese Zeit kommen,
mit wachem Blick, offenem Herzen
und dem Willen, Leben nicht zu benutzen,
sondern zu bewahren.
Wahrheit und Lüge – Geld, Leben, Macht und Verantwortung
LÜGE 1:
Geld ist unwichtig, wir brauchen immer weniger davon.
WAHRHEIT:
Geld ist kein Selbstzweck – aber es ist Realität.
Ohne Geld können sich viele Menschen nicht über Wasser halten.
Obdachlosigkeit, Armut, fehlende Versorgung entstehen nicht, weil Geld „unwichtig“ wäre, sondern weil es ungleich verteilt ist und an Lebensnotwendigkeiten gebunden
bleibt.
Solange Leben Geld braucht,
kann man nicht so tun, als spiele es keine Rolle.
LÜGE 2:
Wer sagt, Geld sei unwichtig, lebt automatisch moralisch.
WAHRHEIT:
Oft sagen genau die, Geld sei unwichtig,
die genug davon haben.
Für Menschen, die jeden Tag rechnen müssen,
ist Geld keine Ideologie, sondern Überlebensfrage.
Moral beginnt nicht beim Verzicht der Schwachen,
sondern bei der Verantwortung der Starken.
LÜGE 3:
Ehrenamt ist Aufgabe der Menschen „unten“.
WAHRHEIT:
Ehrenamt wird fast immer von denen erwartet,
die ohnehin wenig haben.
Wer viel Geld, Reichweite und Macht besitzt,
könnte längst sagen:
„Wir brauchen kein weiteres Einkommen – wir handeln jetzt aus Verantwortung.“
Echte Vorbilder kämen von oben,
nicht durch Forderungen nach unten.
LÜGE 4:
Man muss Menschen fragen, wie wenig sie zum Überleben brauchen.
WAHRHEIT:
Die entscheidende Frage lautet nicht:
„Wie wenig brauchst du?“
Sondern:
? „Wie viel ist genug für diejenigen, die immer mehr anhäufen?“
Ab einem bestimmten Punkt ist weiteres Anhäufen keine Notwendigkeit mehr,
sondern Machtkonzentration.
LÜGE 5:
Tiere und Natur kommen auch ohne menschliche Verantwortung zurecht.
WAHRHEIT:
Tiere verlieren Lebensräume, Nahrungsquellen und Natürlichkeit,
weil menschliche Strukturen sie verdrängen.
Sie haben kein Geld, keine Lobby, keine Stimme –
und werden immer weiter in die Enge getrieben.
Der Umgang mit Tieren zeigt,
wie ernst es eine Gesellschaft mit Leben meint.