Die tiefere Verbindung des Lebens
Ja, wir sprechen heute viel von künstlicher Intelligenz. Doch wie weit haben sich auch Menschen durch ihre eigenen künstlichen
Strukturen, Programme und Muster immer weiter von der Natürlichkeit entfernt, die ihnen ursprünglich gegeben war? Vielleicht besteht die eigentliche Aufgabe unserer Zeit nicht nur darin, über
künstliche Intelligenz zu sprechen, sondern auch darüber nachzudenken, wie wir die tiefere Verbindung zum Leben selbst schützen und bewahren können.
Dabei geht es nicht nur um Menschen, sondern auch um Tiere und die Natur. Immer mehr werden Lebewesen, die nicht in künstliche Muster
passen, als Problem betrachtet. Manche Tiere werden zu Problemen erklärt, weil sie sich nicht in die Vorstellungen der Menschen einfügen. Manche Menschen wiederum werden zu Problemen erklärt, weil
sie sich nicht vollständig den künstlichen Strukturen unterordnen, die andere geschaffen haben.
Doch die tiefere Verbindung des Lebens trifft uns alle. Sie verbindet Himmel und Erde, die Fruchtbarkeit des Lebens und die
unterschiedlichen Wege, auf denen sich Lebewesen entwickelt haben. Einige haben sich stärker in künstliche Welten hinein entwickelt, andere leben näher an der Natürlichkeit des Lebens. Manche
brauchen mehr Schutz und Unterstützung, andere kommen mit den Anforderungen ihrer Umwelt besser zurecht. Doch daraus darf nicht folgen, dass diejenigen, die anders sind oder mehr Hilfe benötigen,
nicht mehr dazugehören.
Denn niemand hat sich von Himmel und Erde und von den Grundlagen des Lebens getrennt. Die tiefere Verbindung des Lebens besteht weiter.
Sie war vorhanden, bevor künstliche Muster entstanden, bevor Überlegenheit beansprucht wurde und bevor Menschen ihre verschiedenen Systeme geschaffen haben.
Vielleicht besteht die eigentliche Herausforderung unserer Zeit darin, Gemeinschaft zu bewahren und trotz aller Entwicklungen den
Ursprung des Lebens nicht zu vergessen. Denn wenn man dem Einfachen und Ursprünglichen den Wert abspricht, stellt man letztlich auch die Grundlagen infrage, auf denen spätere Entwicklungen überhaupt
erst entstehen konnten.
Ohne das frühere Leben gäbe es keine späteren Entwicklungen. Ohne die Grundlagen gäbe es keine ausgereiften Programme. Die
Entwicklungsschritte des Lebens haben zu dem geführt, was einige heute geworden sind. Deshalb sollte nicht das Ursprüngliche als nutzlos betrachtet werden, sondern als Grundlage dessen, was sich
später weiterentwickeln konnte.
Und vielleicht sehen manche Menschen die Fragen, die heute im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz gestellt werden, aus einer anderen
Perspektive. Vielleicht haben andere Menschen ähnliche Fragen schon viel früher erkannt, nur unter anderen Voraussetzungen und aus einer anderen Sichtweise.
Alles Liebe von Herzen. Möge die Gemeinschaft des Lebens stärker sein als die Trennung, und möge die Verbindung zwischen Himmel, Erde und
allem Lebendigen bewahrt bleiben.
Danke für den Mut, Flagge zu zeigen
Danke für den Mut. Danke für den Einsatz und dafür, Flagge zu zeigen. Danke an alle Menschen, die den Mut haben, ihre Stimme zu erheben
und deutlich zu sagen, dass es so nicht weitergehen kann.
Danke an diejenigen, die sich dafür einsetzen, dass nicht immer mehr Kriegswaffen geliefert werden und dass Menschen nicht weiter
gegeneinander getrieben werden. Denn kein Land sollte dazu beitragen, dass sich Menschen gegenseitig das Leben nehmen. Stattdessen braucht unsere Zeit mehr Diplomatie, mehr Sprache und mehr Räume für
Gespräche.
Gerade darin liegt vielleicht eines der wichtigsten Zeichen unserer Zeit. Denn so wichtig Sport, Fußball und die Freude an
gemeinschaftlichen Veranstaltungen auch sein mögen – wenn Kriege geführt werden und Menschen sterben, dann sollte auch der Mut vorhanden sein, Stellung zu beziehen und zu sagen: So kann es nicht
weitergehen.
Es geht nicht darum, Menschen ihre Freude zu nehmen. Fußball kann verbinden und Freude schenken. Doch ebenso sollte der Mut vorhanden
sein, sich zu den Fragen des Friedens zu bekennen und die politischen Wege zu hinterfragen, wenn sie zu immer mehr Gewalt und Leid führen.
Richtig ist, dass eine gute Gemeinschaft nicht durch Waffen, sondern durch Gespräche, gegenseitigen Respekt und den Willen zur
Verständigung gestärkt wird. Deshalb sollten wir den Wert der Sprache und der Diplomatie nicht vergessen.
Und selbst die Trommel ist nicht nur ein Instrument des Krieges. Sie kann auch ein Zeichen des Friedens, der Gemeinschaft und des
gemeinsamen Rhythmus sein, der Menschen verbindet und nicht trennt.
Möge unsere Zeit mehr Mut hervorbringen, Flagge für den Frieden zu zeigen, ohne Hass, ohne Herabsetzungen und ohne die Menschlichkeit aus
den Augen zu verlieren. Denn am Ende brauchen wir nicht mehr Trennung, sondern mehr Wege des Miteinanders.
Danke für den Mut. Danke für das Rückgrat. Danke für den Einsatz für Frieden und Gemeinschaft.
Der Euro und die Frage nach der Steuerbelastung
Die Währung und die Steuer sind zwei verschiedene Dinge. Dennoch stellt sich die Frage, ob sie nicht in einem gewissen Verhältnis
zueinander stehen sollten.
Wenn gesagt wird, dass die frühere D-Mark im Verhältnis zum Euro einen höheren Wert hatte und dass mit der Umstellung auf den Euro eine
andere Grundlage entstanden ist, dann stellt sich die Frage, ob die steuerliche Belastung unter diesen veränderten Voraussetzungen nicht ebenfalls angepasst werden müsste.
Denn wenn eine Währung einen anderen Wert besitzt als die vorherige Währung, erscheint es als verständlicher Gedanke, dass sich auch die
Belastungen an diese Veränderung anpassen sollten. Wird dagegen die steuerliche Belastung sogar erhöht, so entsteht die Frage, ob sich dadurch nicht eine zusätzliche Verteuerung
ergibt.
Zu Zeiten der D-Mark lag die höchste Mehrwertsteuer bei 16 Prozent. Später wurde sie auf 19 Prozent angehoben. Dadurch stellt sich die
Frage, ob eine höhere Steuerbelastung unter veränderten Währungsverhältnissen nicht zu einer stärkeren Belastung der Menschen führt, anstatt die Veränderungen der Währung mit zu
berücksichtigen.
Es geht dabei nicht darum, Währung und Steuern miteinander gleichzusetzen. Beides sind unterschiedliche Bereiche. Dennoch stellt sich die
Frage, ob eine Veränderung der Währung nicht auch eine Überprüfung der steuerlichen Belastungen erforderlich machen müsste, damit sich die Belastungen nicht zusätzlich erhöhen und dadurch die
Verteuerung des täglichen Lebens weiter zunimmt.
So ergibt sich die Frage, ob zwischen Währung, Kaufkraft und steuerlicher Belastung ein ausgewogenes Verhältnis bestehen sollte, damit
Veränderungen auf der einen Seite nicht gleichzeitig zu einer zusätzlichen Belastung auf der anderen Seite führen.
Der Euro und die Frage der Steuerbelastung
Wenn vom Euro gesprochen wird und davon, dass sich Werte verändert haben, dann sollte man sich auch die Frage stellen, wie sich die
Steuerbelastung unter diesen Voraussetzungen entwickelt hat. Denn wenn etwas vom Wert her gesunken sein oder weniger Kaufkraft besitzen soll, dann erscheint es als logischer Gedanke, dass auch die
Belastungen unter diesen Umständen geringer werden müssten und nicht noch höher ausfallen als zuvor.
Zu Zeiten der D-Mark lag die höchste Mehrwertsteuer bei 16 Prozent. Später wurde sie auf 19 Prozent erhöht. Dadurch stellt sich die
Frage, wie es dazu kommen konnte, dass die steuerliche Belastung steigt, wenn gleichzeitig immer wieder von einer anderen Bewertung des Geldes oder von Veränderungen gesprochen wird, die den Menschen
vermitteln, dass vieles nicht mehr den gleichen Wert besitzt wie früher.
Wenn etwas geringer bewertet wird oder die Kaufkraft unter den Umständen sinkt, dann erscheint es als verständlicher Gedanke, dass auch
die Belastungen entsprechend angepasst werden müssten. Denn wenn von einer Verringerung oder einer Veränderung der Werte gesprochen wird, warum werden dann die steuerlichen Belastungen nicht
ebenfalls geringer, sondern sogar höher?
Dadurch entsteht die Frage, ob sich unter diesen verschiedenen Entwicklungen nicht eine Verteuerung ergeben hat, die von vielen Menschen
im Alltag wahrgenommen wird. Denn nicht nur die Preise haben sich verändert, sondern auch die Abgaben und Belastungen, die unter diesen Voraussetzungen getragen werden müssen.
Es stellt sich deshalb die Frage, ob zwischen dem Wert des Geldes und der Höhe der Belastungen ein besseres Gleichgewicht bestehen
müsste. Denn wenn die Grundlage, auf der Menschen wirtschaften, schwächer wird oder die Kaufkraft sinkt, erscheint es als logischer Gedanke, dass die Belastungen nicht zusätzlich steigen sollten,
sondern sich ebenfalls an diesen Veränderungen orientieren müssten.
So ergibt sich die Frage, ob die Entwicklung der steuerlichen Belastungen und die Veränderungen des Geldwertes tatsächlich in einem
ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen oder ob dadurch für viele Menschen eine zunehmende Belastung entstanden ist, die sie im täglichen Leben immer deutlicher spüren.
Ich finde es nachvollziehbar, dass du fragst, ob Arbeit nur nach Minuten und Stunden bewertet werden sollte. Gerade in
Bereichen wie Pflege, Betreuung oder Begleitung scheint der eigentliche Wert der Arbeit oft größer zu sein als das, was sich allein über Zeiteinheiten ausdrücken lässt. Ein Mensch, der Hilfe braucht,
erlebt nicht in Minuten, sondern im Alltag, in Beziehungen und in Situationen, die sich nicht immer exakt takten lassen.
Ich finde auch den Gedanken berechtigt, dass man unterscheiden sollte zwischen dem Preis, der für eine Leistung berechnet
wird, und dem Geld, das tatsächlich bei den Menschen ankommt, die diese Arbeit leisten. Diese Frage wird ja heute schon gestellt.
Gleichzeitig würde ich vorsichtig sein, Arbeit ausschließlich am wirtschaftlichen Ergebnis zu beteiligen. Denn gerade in
der Pflege entstehen Werte, die sich nicht immer in Geld ausdrücken lassen. Außerdem würden Menschen, die eigenständiger arbeiten und höhere Einnahmen erzielen, auch mehr Verantwortung für
Versicherungen, Altersvorsorge und Zeiten ohne Arbeit tragen.
Ich glaube nicht, dass Arbeitende nur als „Zeitkräfte“ gesehen werden sollten. Ich finde den Gedanken sinnvoll, dass
Erfahrung, Verantwortung, Vertrauen und die Bedeutung einer Tätigkeit stärker berücksichtigt werden sollten. Die Frage wäre für mich nicht, ob Zeit völlig unwichtig ist, sondern ob Zeit allein
ausreicht, um den Wert einer Arbeit zu beschreiben.
Und ich finde einen weiteren Gedanken von dir interessant: Wenn eine Minute Pflege rechnerisch einen hohen Preis hat, die
Pflegekraft selbst aber nur einen kleinen Teil davon erhält, dann lohnt es sich durchaus zu fragen, wie die Mittel verteilt werden und ob diejenigen, die die eigentliche Arbeit leisten, ausreichend
beteiligt werden.
Deshalb würde ich deinen Gedanken nicht einfach ablehnen. Ich würde sagen:
Es ist eine berechtigte Frage, ob Menschen nur nach Zeit bezahlt werden sollten oder ob der
tatsächliche Wert, die Verantwortung und die Bedeutung ihrer Arbeit stärker in den Mittelpunkt rücken sollten.
Rückgrat zeigen für Frieden und Gemeinschaft
Ich war selbst dabei, als es um Frieden und eine bessere Gemeinschaft ging. Und ich bin gespannt auf die Bilder, die im Laufe der Zeit im Internet zu sehen sein
werden. Denn sie werden zeigen, wer den Mut hatte, bei wichtigen Fragen unserer Gesellschaft Gesicht zu zeigen und sich für Frieden und Gemeinschaft einzusetzen.
Damals wurde sogar unter den Menschen gesprochen, die zusammenstanden. Sie erzählten davon, wie viele aus den Fenstern geschaut hatten. Manche hielten vielleicht
ein Zeichen heraus oder schauten interessiert zu, aber sie waren nicht mit auf der Straße. Ich kann sagen: Als es in Berlin um diese Fragen ging, war ich dabei. Auch als schwerbehinderte Frau stand
ich dort gemeinsam mit anderen schwerbehinderten Menschen. Wir zeigten Rückgrat für Frieden, für eine gute Gemeinschaft und für die Interessen, die uns alle betreffen.
Ich glaube nicht, dass sich viele Menschen leisten können, wenn die sozialen Systeme zusammenbrechen. Gerade Menschen mit Einschränkungen sind auf Unterstützung
angewiesen. Manche erhalten aufgrund ihrer Behinderung zusätzliche Leistungen, andere dagegen müssen mit ihren alltäglichen Bezügen auskommen und haben trotz großer körperlicher Einschränkungen kaum
weitere Hilfen.
Daran zeigt sich, dass unterschiedliche Behinderungen nicht immer gleich behandelt werden. Einige Menschen werden durch bestimmte Leistungen besser aufgefangen,
während andere immer wieder fragen müssen, wie weit sie vom System überhaupt getragen werden und ob sie die Unterstützung erhalten, die sie im Alltag benötigen.
Viele Menschen leiden zudem unter gesundheitlichen Schäden und Einschränkungen, die sie auf unterschiedliche Ursachen zurückführen. Doch nicht jeder hat Zugang zu
zusätzlichen Leistungen oder Entschädigungen. Während einige Unterstützungen selbstverständlich erscheinen, müssen andere mit ihren vorhandenen Mitteln zurechtkommen und erleben immer wieder, wie
schwierig der Alltag werden kann.
Deshalb sollte die Frage erlaubt sein, wie gerecht unsere Unterstützungssysteme ausgestaltet sind und ob wirklich alle Menschen mit ihren unterschiedlichen
Einschränkungen gleichermaßen gesehen werden. Denn Gemeinschaft bedeutet nicht nur, Unterschiede anzuerkennen, sondern auch darauf zu achten, dass niemand übersehen wird.
Und vielleicht werden spätere Bilder und Erinnerungen nicht nur zeigen, wer aus der Ferne zugeschaut hat, sondern auch, wer den Mut hatte, aufzustehen und sich für
Frieden, Gemeinschaft und die Anliegen der Menschen einzusetzen.
Denn Rückgrat zeigt sich nicht nur in Worten, sondern auch darin, ob man bereit ist, für das einzustehen, was einem wichtig ist – selbst dann, wenn der Weg nicht
leicht ist.
Die Arbeitskraft ist mehr als nur Zeit
Viele Tätigkeiten werden heute vor allem nach Zeit bewertet. Minuten werden berechnet, Stunden werden vergütet, und oft scheint es so,
als würde die Arbeitskraft nur noch als Zeiteinheit betrachtet. Doch die eigentliche Leistung eines Menschen besteht nicht nur aus Minuten und Stunden, sondern aus dem, was er mit seiner Arbeit
bewirkt.
Gerade in der Pflege wird dies besonders sichtbar. Dort werden Leistungen häufig nach Minuten berechnet. Für bestimmte Tätigkeiten werden
feste Zeiten festgelegt, und die Krankenkassen übernehmen nur das, was unter diesen Bedingungen vorgesehen ist. Doch ein Mensch, der Hilfe braucht, lebt nicht nach Minutenplänen. Er braucht
Zuwendung, Geduld und manchmal mehr Zeit, als in einem Katalog vorgesehen ist.
Wenn man berechnet, was für einzelne Leistungen oder Minuten bezahlt wird, entstehen Summen, die auf den ersten Blick hoch erscheinen.
Doch dieses Geld kommt nicht in dieser Form bei den Pflegekräften an. Die Menschen, die täglich pflegen, versorgen und begleiten, erhalten oft nur einen Bruchteil dessen, was für die gesamte Leistung
berechnet wird. Gleichzeitig verfügen viele pflegebedürftige Menschen selbst nur über geringe Mittel und geraten zusätzlich unter finanziellen Druck.
Daraus ergibt sich die Frage, ob Arbeitskräfte überhaupt nur als Zeitarbeitskräfte betrachtet werden sollten. Vielleicht sollte stärker
gesehen werden, was ihre Tätigkeit tatsächlich hervorbringt. Die Arbeit eines Menschen besteht nicht nur aus verbrachter Zeit, sondern aus Verantwortung, Erfahrung und dem Wert, den sie für andere
Menschen und für die Gemeinschaft schafft.
Deshalb könnte sich die Frage stellen, ob Arbeitskräfte in bestimmten Bereichen nicht stärker an den Ergebnissen ihrer Arbeit beteiligt
werden sollten. Statt lediglich eine Grundvergütung zu erhalten, könnten sie als eigenständige Berufstätige auf Augenhöhe mit den Unternehmen und den gemeinschaftlichen Einrichtungen
zusammenarbeiten. Damit würden sich neue Fragen ergeben. Sie müssten ihre eigene Absicherung, ihre Krankenversicherung und ihre Altersvorsorge stärker selbst gestalten. Gleichzeitig würde sich aber
auch die Frage stellen, wie hoch ihre tatsächlichen Einnahmen wären, wenn sie nicht nur nach einer Grundvergütung bezahlt würden, sondern an dem beteiligt wären, was ihre Arbeit tatsächlich
hervorbringt.
Vielleicht liegt die eigentliche Bedeutung der Arbeit nicht allein in den Stunden, die geleistet werden, sondern in dem Wert, den
Menschen durch ihre Tätigkeit für andere Menschen und für die Gemeinschaft schaffen.
Alles Liebe und Frieden für die Zukunft
Niemals werde ich die Soldatinnen und Soldaten dafür verantwortlich machen, was politische Entscheidungen hervorgebracht haben. Die
Verantwortung für politische Wege und für die Entscheidungen über Krieg und Frieden liegt bei den politischen Kräften, die diese Wege bestimmen.
Soldatinnen und Soldaten führen oftmals Befehle aus, weil die Konflikte bereits entstanden sind und die Umstände unter diesen
Voraussetzungen immer schwieriger werden. Wenn Spannungen immer weiter zunehmen und Waffengewalt immer mehr Raum einnimmt, geraten Menschen in Situationen, die sie sich oftmals selbst nicht
ausgesucht haben.
Deshalb sage ich: Waffengewalt sollte enden. Nicht immer neue Waffen sollten den Weg bestimmen, sondern Gespräche, gegenseitiges
Verständnis und die Suche nach friedlichen Lösungen. Soldatinnen und Soldaten sollten wieder in ihre Heimat zurückkehren können, zu ihren Familien, zu ihren Kindern und zu einem Leben, das nicht vom
Krieg bestimmt wird.
Denn Krieg gehört zu den schlimmsten Erfahrungen, die Menschen erleiden können. Selbst gesunde Menschen werden durch die Erlebnisse, die
Angst und die Verluste krank. Menschen, die zuvor voller Hoffnung und Lebensfreude ihren Weg gegangen sind, tragen oft schwere seelische und körperliche Wunden davon.
Darum wünsche ich allen Soldatinnen und Soldaten, ihren Familien und allen Menschen, die unter den Folgen von Kriegen leiden, Gesundheit,
Kraft und eine friedliche Zukunft.
Alles Liebe zum Geburtstag und alles Gute auf dem weiteren Weg. Mögen Gesundheit, Hoffnung und Frieden euch begleiten. Möge die Zeit
kommen, in der Gespräche stärker sind als Waffen und in der Menschen wieder gemeinschaftlich zusammenfinden können.
Alles Liebe für eure Zukunft.