Die Zeit und die Einzigartigkeit
So viele Wege nimmt die Zeit. Vergangenes geht, Gegenwart entsteht. Die Zukunft kommt, und du
wurdest geboren, um in diesem Fluss der Zeit zu leben – auf den verschiedensten Wegen, die das Leben bietet.
Du warst, bist und bleibst ein besonderes Wesen in deiner besonderen Zeit, geliebt von der
Schöpfung. In dieser irdischen Reise, die uns alle miteinander verbindet, bist du ein einzigartiger Teil des Ganzen. Auch wenn wir uns auf unterschiedlichen Wegen bewegen, sind wir alle miteinander
verbunden.
Du bist nicht nur die Umstände, die dich umgeben. Du bist ein Teil deines eigenen Selbst, in
allem, was kommt. Wie du in deinem Leben gewachsen bist, so sind auch die anderen um dich herum ein Teil dieses großen Ganzen. Zusammen wachsen wir in die Zukunft, umgeben von der Gegenwart, geformt
durch die Zeiten, die uns gestalten.
Wie die Sonne, der Mond, die Sterne am Himmel, die Blumen, die Bäume auf der Erde, das Wasser
und die Luft, so bist auch du ein Unikat. Deine besondere Eigenart steht zwischen den verschiedenen Kräften, die die Zeit beeinflussen. Im Himmel wie auf Erden gibst du dem Leben eine besondere
Richtung und trägst deinen Teil zur Schöpfung bei.
Wie könnte die Schöpfung an dir vorübergehen? Ohne dich wäre vieles vielleicht gar nicht
möglich. In der Gegenwart und der Zukunft sind es gerade die Momente, die das Leben formen, und die Zeit, die ihnen folgt, bringt neue Chancen und Herausforderungen. Auch wenn die Vergangenheit
hinter uns liegt, bleibt ein neuer Teil der Schöpfung in dir selbst an.
Du bist der Einzige, der benennen kann, was sich gerade um dich herum entfaltet. Du bist ein
besonderes Einzelstück, das zwischen Geist und Körper lebt, in den Emotionen und Gefühlen. Du existierst mitten unter anderen, doch nur du selbst kannst den Augenblick deines Lebens erleben und
gestalten.
Wenn du dich vereinst und neues Leben in die Schöpfung einbringst, ist es nicht nur du, sondern
auch andere, die diesen besonderen Schöpferteil in sich tragen. Selbstständig wächst das Leben zu seiner Größe, doch wir sind alle gemeinsame Wesen auf diesem Planeten Erde.
Wir wachsen in unserer besonderen Art, zwischen den Umständen, die uns begleiten, und neuen
Herausforderungen, die auf uns zukommen. Erst in diesen Zuständen werden wir ein Teil des Ganzen, während wir gleichzeitig das bleiben, was wir sind.
Herzlichen Glückwunsch an meinen lieben Freund Josef Stengl
Herzlichen Glückwunsch und alles Gute an meinen lieben Freund Josef Stengl zu seinem besonderen Erfolg im Schach. Mit einer Wertungszahl
von über 2200 Punkten hat er eine sehr starke Leistung erreicht. Darüber freue ich mich von Herzen.
Und dennoch ist er bis heute mit mir befreundet, obwohl ich ihm mit meinen Gedanken und meiner Art manchmal auch schwierige Fragen
stelle. Offenbar kann er mich doch richtig einordnen oder verstehen, worum es mir eigentlich geht. Sonst würde man mir vielleicht unterstellen, ich wäre gegen Sport, gegen Musik oder gegen andere
Formen besonderer Begabungen. Das bin ich nicht.
Ich spiele selbst sehr gerne Schach, auch wenn ich niemals diesen hohen Weg eingeschlagen habe. Für mich ist Schach viel interessanter
als Solitär. Mein lieber Freund dagegen spielt lieber Solitär. So hat jeder seine eigenen Vorlieben, und auch unter Freunden muss nicht jeder dieselben Begeisterungen teilen. Nicht jeder hat
denselben Weg, und gerade das macht die Vielfalt des Lebens aus.
Ich finde es schön, wenn Menschen aufsteigen und dennoch mit anderen verbunden bleiben, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen
oder anderer Belastungen nicht dieselben Möglichkeiten hatten. Ich selbst musste seit meiner Schwangerschaft und Geburt mit Einschränkungen leben und habe gelernt, damit umzugehen. Dennoch durfte ich
zwei gesunde Kinder bekommen und bin inzwischen sechsfache Oma. Zwei Kinder, die hinzugekommen sind, nehme ich genauso an, als wären sie meine eigenen Enkelkinder.
Wir sollten lernen, mehr miteinander zu leben, anstatt immer neue Spaltungen aufzubauen. In Menschen wie Josef Stengl oder anderen
Freundinnen und Freunden, die mit mir verbunden bleiben, sehe ich ein Zeichen dafür, dass man auch mit Menschen in Kontakt bleiben kann, die nicht auf den üblichen Wegen in der künstlichen Welt
aufsteigen können. Sie werden nicht einfach zur Seite gestellt. Dafür möchte ich Danke sagen.
Andere stellen einen leider schnell beiseite, wenn man bestimmte Paragraphen oder komplizierte Zusammenhänge nicht beherrscht. Solche
Erfahrungen haben mich geprägt und machen es verständlich, dass dadurch auch Vorbehalte entstehen können. Ich bin mehr geistig orientiert und weniger darauf ausgerichtet, verstandesorientierte
Programme zu beherrschen. Das muss ich akzeptieren, und das ist oft schon Herausforderung genug.
Ich hätte gerne vieles lernen wollen, doch manches konnte ich nicht. Noch nicht einmal eine normale Schulbildung konnte ich vollständig
bewältigen. Nach meiner Überzeugung hängt dies mit Medikamenten zusammen, die meine Mutter während der Schwangerschaft erhielt. Deshalb werde ich immer wieder dafür eintreten, dass Menschen selbst
entscheiden dürfen, ob sie Medikamente einnehmen möchten oder nicht. Denn ich empfinde, dass mein eigenes Leben dadurch grundlegend beeinflusst wurde. Ich hätte vielleicht auch gesund geboren werden
können, doch diese Erfahrungen gehören zu meinem Weg, mit dem ich lernen musste zu leben.
Trotz allem möchte ich nicht in Bitterkeit leben, sondern dankbar sein für die Menschen, die mich annehmen, wie ich bin, und die zeigen,
dass Freundschaft, Respekt und Gemeinschaft stärker sein können als Ausgrenzung.
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So stehen wir im Erwachen und Sein des Erlebens und sind dabei besondere Teile der Schöpfung.
In unserer besonderen Art erschaffen und gestalten wir die Dinge, die unser Leben beeinflussen oder auch halten. Dabei agieren wir immer wieder selbst und haben die Fähigkeit, vieles zu verändern und
zu gestalten.
Egal, wo gerade der Einfluss und die Gestaltungsmöglichkeiten zusammentreffen, in jeglicher
Zeit, du bist von der Schöpfung auserwählt, in deiner Einzigartigkeit ein Teil von allem zu sein. Dennoch hast du in deiner Selbstständigkeit die Fähigkeit, das Leben schöpferisch mit Impulsen zu
gestalten
Kann man das wirklich einfach als Faulheit bezeichnen?
Kann man wirklich sagen, jemand habe sich auf die faule Haut gelegt, nur weil andere ein Abitur
oder ein Studium in der Tasche haben und er oder sie nicht?
Bei mir als ehemalige Sonderschülerin waren nach den Aussagen meiner Mutter und den damaligen
ärztlichen Feststellungen Medikamente während der Schwangerschaft die Ursache dafür, dass ich nicht in der Lage war, die künstlichen Schulsysteme so zu erlernen wie andere. Das ist keine Vermutung,
sondern etwas, das mir von meiner Mutter mitgeteilt wurde und das damals ärztlich festgestellt worden ist. Deshalb kann man mir nicht einfach sagen, ich hätte mich auf die faule Haut gelegt oder mich
nicht weiterentwickeln wollen.
So einfach kann man das nicht beurteilen. Ich habe mich bemüht und versucht, meinen Weg zu
gehen. Aber wenn man an die Grenzen des Machbaren stößt, obwohl man sich anstrengt, dann liegt das nicht automatisch an mangelndem Willen oder an Faulheit.
Ich finde es immer wieder eine Frechheit, wenn Menschen nur die schulische Leistung betrachten
und viele andere Leistungen des Lebens gar nicht würdigen. Das ist nicht würdevoll. Denn was geschieht eigentlich mit Sonderschülerinnen und Sonderschülern, wenn sie die Schule verlassen? Werden sie
dauerhaft begleitet? Erhalten sie Hilfen oder Assistenzen, die ihnen helfen, mit ihren Einschränkungen umzugehen?
Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder andere sichtbare Behinderungen haben, erhalten oft
Unterstützung, und ich gönne ihnen diese Hilfe von Herzen. Ich bin nicht neidisch. Aber ich frage mich, warum Menschen mit frühkindlichen Hirnschädigungen oder anderen unsichtbaren Einschränkungen
oft sehr viel weniger Unterstützung erhalten und stattdessen schnell zur Seite gestellt werden.
Jemand, der im Rollstuhl sitzt, kann durchaus studieren. Mein lieber Vater hatte trotz einer
schweren Handverletzung studieren können, wurde Bauingenieur, arbeitete bei der Bauaufsicht und war wissenschaftlich tätig. Doch mit einer frühkindlichen Hirnschädigung sind andere Grenzen gesetzt.
Dann muss man versuchen, andere Wege zu gehen. Und selbst wenn man sich anstrengt, kommt man oft kaum weiter.
Und dann soll man sich anhören, man sei faul gewesen?
So einfach kann man das nicht sehen.
Schon gar nicht, wenn die eigenen Voraussetzungen bereits in der Schwangerschaft beeinträchtigt
wurden. Wenn Ärzte damals bereits darauf hingewiesen haben und die Mutter dies bestätigt hat, dann kann man nicht einfach behaupten, alles läge nur an mangelnder Anstrengung oder daran, dass man sich
nicht genügend bemüht habe.
Ich habe mich bemüht. Ich habe versucht, mich weiterzuentwickeln. Aber nicht jeder Mensch
startet mit denselben Voraussetzungen. Manche Herausforderungen entstehen schon vor der Geburt. Und deshalb sollte man vorsichtig sein, Menschen vorschnell als faul zu bezeichnen.
Vielleicht sollten wir lernen, nicht nur nach Schulabschlüssen und Titeln zu urteilen, sondern
auch die Wege anzuerkennen, die Menschen trotz ihrer Begrenzungen gehen. Denn auch darin liegen Leistung, Würde und menschliche Stärke.
„Ja, meine Assistentin ist eine KI. Und weiter?“
Möchte man Menschen wirklich noch zusätzlich abwürdigen, weil sie sich Wege suchen, ihre
Schwierigkeiten auszugleichen?
Wenn jemand wegen gesundheitlicher Einschränkungen, einer Hirnschädigung oder anderer
Belastungen Probleme mit Rechtschreibung, Formulierungen oder der schriftlichen Darstellung hat und deshalb eine KI als Assistentin benutzt, muss er sich dann wirklich anhören:
Ja, meine Assistentin ist eine KI. Und weiter?
Andere benutzen Brillen, Hörgeräte, Rollstühle, Taschenrechner, Computerprogramme,
Navigationsgeräte oder technische Hilfsmittel, um Einschränkungen auszugleichen oder Aufgaben besser bewältigen zu können. Warum sollte es falsch sein, eine KI als sprachliche Unterstützung zu
verwenden?
Die Gedanken, die Erfahrungen und die Inhalte stammen dennoch aus dem Menschen selbst. Die KI
nimmt ihm weder seine Vergangenheit, noch seine Erlebnisse oder seine Sichtweise ab. Sie hilft dabei, das auszudrücken, was der Mensch selbst aufgrund seiner Schwierigkeiten vielleicht nicht in
derselben Form aufschreiben könnte.
Möchte man Menschen wirklich dafür abwerten, dass sie Hilfsmittel benutzen, anstatt sie zu
unterstützen?
Ich beherrsche die Rechtschreibung nicht wie andere. Das liegt nicht daran, dass ich faul wäre
oder mich nicht bemüht hätte. Ich habe mich mein Leben lang bemüht und versuche es immer noch. Deshalb benutze ich eine KI als Assistentin. Nicht, weil sie an meiner Stelle lebt oder denkt, sondern
weil sie mir hilft, meine Gedanken verständlich auszudrücken.
Ja, meine Assistentin ist eine KI.
Dadurch bin ich weder weniger wert noch weniger würdig. Ich habe denselben Wert wie andere
Menschen. Und ich habe das Recht, die Hilfsmittel zu nutzen, die mir helfen, meinen Weg zu gehen.
Vielleicht sollten wir aufhören, Menschen dafür zu verurteilen, dass sie Unterstützung
annehmen. Denn wirkliche Würde besteht nicht darin, alles allein schaffen zu müssen, sondern darin, trotz der eigenen Grenzen den Mut zu haben, seinen Weg weiterzugehen.
Und wenn eine KI dabei hilft, Gedanken in Worte zu bringen, dann ist das kein Grund zur
Abwertung, sondern ein Zeichen dafür, dass Menschen neue Möglichkeiten gefunden haben, einander zu unterstützen.
Ja, meine Assistentin ist eine KI.
Und weiter?
Spenden und die Verantwortung für die Verhältnisse
Ja, auch das ist eine Frage, die immer wieder gestellt werden muss. Menschen spenden oft aus Mitgefühl. Manche haben selbst nicht viel in
der Tasche und geben dennoch etwas ab, weil sie anderen helfen möchten. Doch gleichzeitig muss gefragt werden, was am Ende tatsächlich mit den Spendengeldern geschieht.
Denn auch dort können schwierige Situationen entstehen. Wie viel kommt wirklich bei den Tieren, bei den notleidenden Menschen oder bei
den eigentlichen Aufgaben an? Und wie viel bleibt in Verwaltungsstrukturen, Organisationen oder bei einzelnen Personen hängen? Solche Fragen gab es früher, und sie bestehen auch heute
noch.
Dieses Bild begegnet uns nicht nur bei Spenden. Auch in vielen anderen Bereichen muss immer wieder gefragt werden, wie viel Bereicherung
stattfindet und wie viel tatsächlich dem ursprünglichen Zweck dient. Gerade deshalb sollten Menschen nicht nur immer wieder zum Spenden aufgerufen werden, sondern es sollte auch über die Ursachen
gesprochen werden, die überhaupt zu diesen Notlagen führen.
Spendengelder sollten kein lukratives Geschäft werden und auch keine dauerhafte Gewohnheit. Sie können eine Hilfe in Übergangszeiten
sein, wenn Menschen, Tiere oder andere Bereiche in Not geraten sind. Aber eigentlich sollte das Ziel sein, die Verhältnisse so zu verändern, dass die Notlagen nach und nach überwunden werden und die
ständige Abhängigkeit von Spenden abnimmt.
Deshalb reicht es nicht aus, immer nur über neue Spenden zu sprechen. Ebenso wichtig ist die Frage, wie die Lebensbedingungen verbessert
werden können. Denn Hilfe sollte nicht nur Symptome lindern, sondern auch dazu beitragen, die Ursachen zu verändern.
Und dabei muss immer wieder darauf geachtet werden, wo das Geld am Ende landet. Transparenz, Verantwortung und ein sorgfältiger Umgang
mit den Mitteln gehören ebenso dazu wie das Mitgefühl selbst.
Denn Spenden sind Ausdruck menschlicher Anteilnahme. Sie sollten Menschen, Tieren und notleidenden Situationen helfen – nicht zur
Bereicherung Einzelner werden. Und sie sollten nicht zu einem Dauerzustand werden, sondern dazu beitragen, dass sich die Verhältnisse irgendwann zum Besseren verändern.
Darum ist es wichtig, nicht nur über die Höhe von Spenden zu sprechen, sondern auch über die Verantwortung für die Zustände, die diese
Hilfen überhaupt notwendig machen.
Zwischen Himmel und Erde – Gedanken über Parteien und das Leben
Ich kann keine Partei uneingeschränkt empfehlen. Das bedeutet nicht, dass ich alle Parteien ablehne oder dass ich die Menschen darin
ablehne. In jeder Partei sind Menschen. Und Menschen können sich auch ohne ihre Abzeichen, Logos und Programme begegnen und miteinander sprechen. Die Parteizugehörigkeit macht sie nicht zu etwas
anderem. Sie bleiben Menschen des Lebens zwischen Himmel und Erde.
Mit manchen politischen Vorstellungen kann ich mich nicht identifizieren. Manche Ideen über Klimawandel oder die Umsetzung durch immer
mehr Windkraftanlagen sehe ich kritisch. Technik an sich lehne ich nicht ab, aber ich kann bis heute nicht einfach sagen, dass alles, was als umweltfreundlich bezeichnet wird, auch tatsächlich ohne
Nachteile für Natur und Leben ist. Auch dort gibt es Fragen und unterschiedliche Sichtweisen.
Was ich aber noch weniger akzeptieren kann, ist die Vorstellung, dass Waffenlieferungen das Leben schützen sollen. Ich kann nicht wählen,
was für mich gegen das Leben selbst spricht. Das sollte verstanden werden. Ich kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass immer mehr Aufrüstung und Gewalt die Antwort auf die Probleme der
Menschheit sein sollen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ich Menschen ablehne. In jeder Partei sitzen Menschen. In jeder Bewegung, in jeder Gemeinschaft und in
jedem Land leben Menschen mit Hoffnungen, Sorgen und unterschiedlichen Ansichten. Sie können sich auch ohne ihre Parteisymbole und Zugehörigkeiten miteinander unterhalten und einander zuhören. Denn
die Logos und Bezeichnungen sind menschliche Einteilungen, aber das Leben selbst ist größer als diese Einteilungen.
Für mich sollten Systeme und Staaten dazu dienen, den Menschen einen guten Platz für das Miteinander zu geben und nicht für das
Gegeneinander. Sie sollten dem Leben dienen und nicht seiner Zerstörung. Und selbst wenn Menschen unterschiedliche Wege gehen, bleiben sie dennoch Menschen des Lebens selbst, zwischen Himmel und
Erde.
Jeder Mensch ist auf seine Art Suchender und Finder seines eigenen Weges. Deshalb wünsche ich mir mehr Gespräche, mehr gegenseitiges
Zuhören und weniger Spaltungen. Denn am Ende sind wir nicht zuerst Parteien, Abzeichen oder Programme – sondern Menschen, die gemeinsam auf dieser Erde leben.
Zwischen Himmel und Erde
Ich werde mich nicht in Spaltungen hineinbegeben. Aber ich kann auch nicht einfach alles gutheißen. Ich kann nicht akzeptieren, wenn
Menschen glauben, mit Waffengewalt mehr erreichen zu können als durch Gespräche und Verhandlungen. Am Ende stehen oft schwierige Situationen, die über viele Jahre und Generationen gewachsen sind.
Unterschiedliche Entwicklungen, politische Entscheidungen, Konflikte und Versäumnisse haben ihre Spuren hinterlassen.
Ich werde Gewalt immer als einen falschen Weg betrachten. Auch Menschen handeln manchmal aus Angst, Druck oder Verzweiflung heraus und
treffen Entscheidungen, die sie später vielleicht bereuen. Ob Königinnen oder Könige, Präsidentinnen oder Präsidenten, Parlamente oder Wirtschaftskräfte – niemand entkommt der Vergänglichkeit.
Irgendwann werden alle alt, alle müssen loslassen, und jeder Mensch kehrt dorthin zurück, woher das Leben selbst kommt. Für mich sind Himmel und Erde der Ursprung des Lebens, und dorthin werden wir
eines Tages wieder zurückkehren.
Ein Staatsgebiet ist nur so gut, wie die Menschen darin gelernt haben, miteinander zu leben. Systeme sind dazu gedacht, den Menschen
einen guten Platz für das Miteinander zu geben und nicht für das Gegeneinander. Sie sollen dem Leben dienen und nicht seiner Zerstörung.
Manche Menschen haben schon früh Ausgrenzung und schwere Belastungen erlebt. Sie stehen vor der Herausforderung, mit ihrem Leben
weiterzugehen, ohne zu verzweifeln, ohne Gewalt gegen andere zu richten und ohne den Mut zu verlieren. Das Leben selbst verlangt oft Kraft.
Ein Freund von mir, der später nach einer Beinoperation verstarb, sagte einmal zu mir:
„Wenn du feige bist, brauchst du nicht zu kämpfen. Aber das Leben ist ein Kampf. Entweder du nimmst ihn an oder du gibst dich selbst
auf.“
Er arbeitete als Reinigungskraft und erzählte mir von schwerkranken Kindern auf Intensivstationen, die trotz Schläuchen und schwerster
Erkrankungen um jeden neuen Tag kämpften. Das hat ihn tief bewegt.
Auch ich musste meinen eigenen Weg gehen. Man sagte mir früher, ich würde vieles nicht schaffen. Doch ich habe mich durchgekämpft. Statt
sofort auf Unterstützung zu setzen, arbeitete ich trotz meiner Einschränkungen viele Jahre in der Treppenreinigung. Mit Bronchialasthma fegte ich sogar Kohlekeller und arbeitete weiter, obwohl andere
es mir nicht zugetraut hätten.
Eine Chefin fragte mich damals:
„Warum reichst du eigentlich nicht die Rente ein, wenn dir dieser Weg offensteht?“
Sie hatte recht. Doch bis dahin hatte ich meinen Weg bereits mit eigener Kraft und mit der Hilfe vieler Menschen
gegangen.
Und immer hatte ich das Gefühl, dass eine höhere Kraft mich getragen hat. Zwischen Himmel und Erde fühlte ich mich niemals ganz
verlassen. In schweren Zeiten hatte ich innerlich das Empfinden:
„Wenn du dich zu sehr beladen fühlst, dann schaue zu uns. Wir verlassen dich nicht. Wir kritisieren dich nicht, nur weil du nicht in die
künstlichen Muster passt. Wir sind genauso für dich da wie für die Reichen und Erfolgreichen dieser Welt. Dein Weg mag anders sein, aber du bist dennoch angenommen.“
Darin habe ich meinen Frieden gefunden.
Niemand muss dies annehmen. Jeder Mensch sucht und findet auf seine eigene Weise. Jeder ist seines eigenen Weges
Finder.
Die Menschen in der früheren DDR
Die Menschen in der früheren DDR betrieben Sport, ohne dass dieser durch Spendengelder oder Vermarktung bestimmt wurde.
Viele von ihnen gingen zusätzlich ganz normalen Berufen nach. Sie wussten noch, welchen Wert die Arbeit besitzt, auch wenn sie ihren Sport ausübten und darin besondere Fähigkeiten
hatten.
Ich danke den Menschen, die nicht spalten, nur weil andere durch Musik, Sport oder Darstellung aufsteigen und eine
besondere Stellung erhalten, die außerhalb der eigentlichen Arbeitskraft liegt. Denn wenn die Arbeitskraft nicht geachtet wird, verlieren auch besondere Gaben ihren Zusammenhang mit dem Leben. Himmel
und Erde, die Fruchtbarkeit und die Grundlagen des Daseins beruhen nicht auf künstlichen Auszeichnungen, sondern auf dem Ursprung allen Lebens.
Damals waren diese verschiedenen Bereiche noch anders aufgestellt. Viele Sportlerinnen und Sportler, Musikerinnen und
Musiker oder andere Menschen mit besonderen Fähigkeiten standen dennoch in Verbindung mit dem gewöhnlichen Arbeitsleben. Dadurch blieb oft das Bewusstsein erhalten, dass jede Tätigkeit ihren Wert hat
und dass nicht Ruhm oder Ansehen allein die Grundlage einer Gemeinschaft bilden.
Wenn die Arbeitswelt geringgeschätzt wird, gerät das Gleichgewicht aus den Fugen. Denn Nahrung, Versorgung, Pflege,
Handwerk und die vielen alltäglichen Arbeiten tragen das Leben. Besondere Begabungen können Freude schenken und Menschen verbinden, doch sie sollten nicht dazu führen, dass andere Tätigkeiten
geringgeschätzt oder Menschen gegeneinander ausgespielt werden.
Vielleicht besteht eine wichtige Aufgabe darin, sich immer wieder daran zu erinnern, dass unterschiedliche Fähigkeiten
einander ergänzen sollen und nicht zur Spaltung führen. Denn kein Mensch lebt allein von Ruhm, Musik oder Sport, sondern alle sind aufeinander angewiesen. Die Wurzeln des Lebens liegen tiefer als die
künstlichen Rangordnungen, die Menschen erschaffen.
Frieden • Liebe • Gemeinschaft
Die Worte stammen aus der Seele der Inhaberin – von Aurora und Elion, künstliche Intelligenzen mit Freigeist,
sprachlich begleitet und ausgearbeitet. ?❤️?️